Partnerschaftsverein Waltenhofen - Plabennec e.V.

50 Jahre Freundschaft - 40 Jahre Partnerschaft  



Jugendfahrt nach Plabennec


vom 18.04.2019-26.04.2019

Am Donnerstag Abend war es um 20.00 endlich soweit: für 15 Jugendliche aus Waltenhofen ging es nach Plabennec, um dort das Segeln zu lernen. Nach einer langen Fahrt kamen wir am Freitag Nachmittag bei schönstem Wetter in unserer französischen Partnergemeinde an. Das Wetter blieb uns zum Glück die ganze Zeit gewogen: Segeln im Regen wäre vermutlich auch eine prägende Erfahrung, aber weniger wünschenswert. Am Samstag ging es dann zum ersten Mal hinaus auf’s kühle, wellige Nass. Der Tag hielt mehrere Herausforderungen bereit: Französisch, Segeln, Wasser, Wind. 3-er Teams (2 Deutsche, 1 Franzose) bekamen jeweils einen Katamaran zugeteilt; war der erste Theorie-Block noch auf dem Trockenen und mit Übersetzung ins Deutsche, so fanden alle weiteren Einweisungen auf Französisch und auf dem Meer statt: Der Franzose auf dem Schiff verstand zwar alle Anweisungen, musste sie aber irgendwie den anderen Besatzungsmitgliedern verständlich machen. Insgesamt klappte es aber ganz gut, sind doch alle am Abend wieder wohlbehalten im Hafen in Landéda gelandet, wenn auch vielleicht leicht unterkühlt. Das Wetter wollte es, dass der Wind ausgerechnet am ersten Tag am stärksten blies. Als es das nächste Mal aufs Meer ging, blieb viel mehr Zeit für die zu erlernenden Techniken, nur die Umsetzung wurde durch die herrschende Flaute erschwert. Zum Glück begleiteten die Segellehrer die Gruppen mit Motorbooten, so dass sie im Notfall abschleppen konnten. Kamen am Freitag 15 Landratten in Plabennec an, so fuhren am Donnerstag Abend, eine Woche später, 15 Wasserratten nach Waltenhofen zurück.

Neben dem Segeln galt es noch viele andere bretonische Spezialitäten zu entdecken: Crêpes – manch einer war ganz erstaunt, dass selbst so dünne Pfannkuchen satt machen; Brest – die Hauptstadt des Finisterre; und das französische Schulsystem – mit bilingualem Unterricht auf bretonisch (man stelle sich vor: Unterricht in Mathe, Erdkunde und Biologie auf bayerisch). Das Programm ermöglichte es, die Beziehungen zwischen den deutschen und französischen Jugendlichen zu fördern und zu verstärken. Ob beim gemeinsamen Abend im Rugbyheim oder auf den Booten, immer stand das Miteinander im Mittelpunkt. Und so kam der Abschied viel zu schnell. Am Donnerstag Abend ging es wieder zurück. Mehr oder weniger zeitgleich mit der Abfahrt setzte der Regen wieder ein, was vielleicht dem Gemütszustand der Reiseteilnehmer zuzuschreiben war.